Entwicklung einer In-Memory-Datenbank-basierten Business-Analytics-Anwendung für die Aktionsanalyse im Einzelhandel

Hier finden Sie alle Informationen zum abgeschlossenen Studienprojekt "Entwicklung einer Business-Analystics-Anwendung".

Beschreibung

Im Rahmen eines Projektes haben Daniel Giesen, Mohamed Kari, Hendrik Ullenboom und Niklas Ullenboom mehrere Gigabyte an Point-of-Sales-Daten eines führenden deutschen Handelsunternehmens in einer modernen In-Memory-Datenbank analysiert. 

Raucher kaufen drei Mal seltener Butter, als der Durchschnittskunde. Das mag man wohl eher als Fun Fact denn als Bestandteil einer betriebswirtschaftlichen Entscheidungsgrundlage bezeichnen. Doch für den Händler wird es sicherlich von Interesse sein, dass die Auslistung (also Streichung aus dem Sortiment) von Ferrero Rocher zu Umsatzeinbußen anderer Artikel in Höhe von 15.000 Euro geführt hätten (innerhalb eines Jahres in ausgesuchten Filiale unter Annahme des  zugrundegelegten Modell). 

Hintergrund ihrer Analyse war die Problemstellung des kooperierenden Handelsunternehmens, inwiefern die Entscheidung darüber, erstens, welche Artikel und zweitens, zu welchem Preis die ausgewählten Artikel, in der Wochenaktion beworben werden sollten, mittels fortschrittlicher Datenanalysen fundiert werden kann. Begleitet wurde die Projektarbeit von mehreren erkenntnisreichen Fachdiskussionen im regionalen HQ des Händlers als auch an der UDE. 

Ausgehend vom Klassiker der Warenkorb-Analyse - der Assoziationsanalyse - entwickelten die Master-Studierenden der Wirtschaftsinformatik ein Modell, um Abhängigkeiten zwischen Artikeln im Sortiment zu ermitteln und insb. pekuniär zu bewerten. Vom Kooperationspartner wurden Daten von zahlreichen Märkten mit insgesamt 500 Millionen Bonzeilen bereitgestellt. Die Daten luden die Studierenden in eine SAP-HANA-Installation des Lehrstuhls, implementierten ihre Berechnungslogik in SQLScript, und führten sie auf einer Auswahl besonders geeigneter Märkte (aufgrund von Marktgröße, Datenqualität etc.) aus. Zuletzt bereiteten die Studierenden ihre Ergebnisse in der Visualisierungssoftware Tableau auf.

Die Ergebnisse wurden vom Kooperationspartner sehr positiv aufgenommen.

Zuständige Mitarbeiter